Kommunikations- und Ausstellungsdesign

Ausstellungen

Dauerausstellung Stadtmuseum Dresden

Kunde: Stadtmuseum Dresden
Leistung: Konzeption und Umsetzung Medienstationen, Ausstellungs- und Raumgrafik
Fertigstellung: 29.11.2006

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Nach neun Monaten intensiver Arbeit ist es geschafft: Die neue Dauerausstellung des Stadtmuseums Dresden öffnet wieder ihre großen, neuen Türen. Die Ausstellung thematisiert 800 Jahre Stadtgeschichte und gliedert sich in die vier Räume "Depot der Gegenwart", "Das lange Jahrhundert", "Die Stadt der Bürger" und "Demokratien und Diktaturen".

Beschilderungen der Räume und Objekte, diverse Sondergrafiken für Vitrinen oder an Exponaten, zwei Tapeten, eine große Begrüßungswand im 4. Obergeschoss und die Raumbeschriftungen der Ausstellungsräume fielen in unseren Bereich, den wir gemeinsam mit Karsten Moll/Kommunikationskontor gestalteten. Als Werbemedien entstanden Poster, ein Ausstellungsflyer, ein Fassadenbanner und diverse Anzeigen.
Ebenfalls übernahm Kaiser Matthies die Konzeption und Umsetzung der Medieninstallationen in den Ausstellungsbereichen "Das lange Jahrhundert", "Die Stadt der Bürger" und "Demokratien und Diktaturen".

http://www.stmd.de/public/index.html

Die Selbstinszenierung des Bürgertums wird ironisch gebrochen durch eigens entworfene Tapeten.

Auch die Netzwerke in der Stadt wurden subtil anhand einer Tapete visualisiert. Die schöne neue Großstadt lebt von Gas, Licht, dem Flanieren und der Eisenbahn. Die einzelnen Motive wurden in Anlehnung an Bastelbögen gestaltet. 

Die sieben großen Ideale, von den Ausstellungsmachern definiert, wurden von uns in 3D-Reliefbuchstaben gemeißelt, so dass die ihnen zugedachte sakrale Bedeutung hervorgehoben wird.

Hat der Ausstellungsbesucher in freudiger Erwartung alle vier Stockwerke erklommen, um zum ersten Ausstellungsraum zu gelangen, erwartet ihn dort eine große Begrüßungswand mit berühmten Zitaten und Aussprüchen von Dresdnern und für Dresdner.

Beispiele für A- und B-Texte.

Die Bürger der Stadt finden sich und ihre Geschichte hier im Museum verewigt und können gleich in Raum 1, dem 'Depot der Gegenwart' dazu übergehen, sich aktiv an der Geschichtsschreibung der Stadt zu beteiligen.
In diesem als 'Labor' angelegten Raum bieten sich dem Besucher viele Möglichkeiten zu den Belangen der Stadt Stellung zu beziehen und mehr über seine BürgerInnen herauszufinden.

Der Raum der Arbeiter ist im Wesentlichen eine Leerstelle. Im Unterschied zum Bürgertum konnte sich die Arbeiterschaft nicht um entsprechende Selbstinszenierung kümmern. So können nur Statistiken präsentiert werden, die hinter ihrer nüchternen Zahlenweit teilweise erschreckende Lebensumstände sichtbar machen. Die Statistiken wurden von uns in Form von Wandgrafiken und einer Computerstation umgesetzt.

Zeitleiste zur Geschichte der Verfolgung der Juden in Dresden. Unterstützt durch Exponate.

Details der C-Texte, hier für Hörstationen.

Fotos: Volker Kreidler