Kommunikations- und Ausstellungsdesign

Ausstellungen

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Kunde: Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
Leistung: Konzept, Drehbuch, Grafik, Animation, Programmierung
Fertigstellung: 14.04.2004

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Am 14. April 2004 wird das neue Besucherinformationszentrum im Eingangsbereich der Gedenkstätte Sachsenhausen durch Kulturstaatsministerin Christina Weiss eröffnet. Endlich gibt es eine zentrale Anlaufstelle für die Besucher, an dem sie sich einen Überblick zu den 13 auf dem Gelände befindlichen Dauerausstellungen verschaffen können. Dass auch die wechselhafte Geschichte des Ortes verstanden wird, ist Verdienst von Kaiser Matthies, die für diesen Zweck einen Informationsfilm konzipierten und produzierten. In einem Einführungsraum für Besuchergruppen wird der gleiche Film nochmal interaktiv verfügbar gemacht, an dem geführte Gruppen einen leichten Einstieg in die Geschichte des Geländes erhalten.

Der für das Besucherzentrum neu produzierte Film ist eine Weiterentwicklung der bereits von Kaiser Matthies konzipierten Eingangsinszenierung im 'Neuen Museum' auf dem Gelände. Dort kann man sich mittels des intuitiven Interfaces einen Drehrades über das KZ Sachsenhausen und das KZ Oranienburg informieren. Das Neue Museum wurde 2002 eröffnet.

Zoom auf Oranienburg: er wurde gewünscht, um die räumliche Nähe zu Berlin zu verdeutlichen.

Einstieg in die historischen Phasen des Ortes: Der "Vorläufer" des KZ Sachsenhausen war das KZ Oranienburg, das von 1933 bis 1934 inmitten der Stadt bestand. Die Argumentation "Wir haben von nichts gewusst", wird schon allein durch eine Karte, in der die geografische Nähe zwischen KZ und Stadt deutlich wird, ad absurdum geführt.

Nach Ausbau-Zwischenstufen von 1938 bis 1945 entwickelt sich buchstäblich ein Industriekomplex aus dem KZ Sachsenhausen, dem ersten KZ des "modernen Typs".

Nach dem Krieg wurden auf dem Kern-Lagergelände von Sowjets internierte Gefangene untergebracht. Was mit dem umliegenden Gelände in dieser Zeit geschah, ist nicht sicher dokumentiert.

Perspektivwechsel und Stapelung der historischen Schichten.