Kommunikations- und Ausstellungsdesign

Interaktiv

Nano- und Biotechnologie

Kunde: Deutsches Museum, München
Leistung: Konzeption und Umsetzung Medieninstallation
Fertigstellung: 19.11.2009

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Nano ist überall! Das ist der Botschaft der neuen Ständigen Ausstellung im Deutschen Museum München. Dass Neue Technologien nicht nur Chancen, sondern auch Risiken bergen, war von Beginn an ein wichtiges Ziel der Kuratoren. Der Gestaltung von Meinungsbildenden Medieninstallationen wurde deshalb eine zentrale Rolle zugebilligt. In einem Pitch wurden wir 2005 mit der Konzeption und Gestaltung jener Stationen ausgewählt, die entstandenen Arbeiten anhand mehrerer Prototypen im Vorfeld erforscht.

Für die Ausstellung entstanden die meinungsbildenen Medieninstallationen “Gentest”, “Nanovisionen”, und die auf reine Sachinformation ausgerichteten Stationen “3d-Molekül” und “Wie entsteht ein Medikament”
Eine ebenfalls für die Ausstellung konzipierte meinungsbildenende Station zum Thema Ernährung wird aktuell als Wanderausstellung realisiert.

http://www.deutsches-museum.de

 
Das Thema „Gentest am Menschen“ wird den Besuchern über eine narrative, persönliche Vermittlungsebene nahe gebracht. Dreidimensional bespielte „Talking Heads“ präsentieren fiktive Fallbeispiele von Personen, die von der Durchführung eines Gentests betroffen sind. Nachdem die Personen ihre Entscheidung in einem konkreten Fall mitgeteilt haben, werden die Besucher gebeten, abzustimmen, ob sie genauso gehandelt hätten. Die persönliche Entscheidung können die Besucher durch zusätzliche Sachinformationen unterfüttern. Eine Abstimmungsstatistik ist einsehbar.

 

NANOVISIONEN
Wie wäre es, wenn allgemein verbreitete Zukunftsvisionen wie „intelligente Umwelt“ oder „billige Waren für alle“ Realität werden würden? Die Besucher können dies herausfinden, indem sie das Nano-Orakel befragen. Doch Vorsicht, es hat zwei Seiten, eine schön- und eine schwarzmalerische. Mittels zweifarbiger Karten können die Besucher auswählen, welche Version der Zukunft sie sich in einminütigen, animierten Comic-Clips anschauen möchten. Gefällt ihnen die Visionen, können sie diese in den Wunschbrunnen werfen und hoffen, dass sie in Erfüllung geht … oder auch nicht, denn wer weiß, welches Orakel Recht hat …
Auch hier können Statistiken der Wünsche der Besucher abgerufen werden. Die Illustrationen und Animationen stammen aus dem Hause trickfilmlounge.Orakelkarten: schwarz oder weiß?

hier ist die Zukunft schwarz...

... und hier ist sie weiß

 

3D-MOLEKÜL
Welche Darstellungsarten Forscher verwenden und was sie aus diesen Darstellungsarten lesen können, lernen die Besucher bei der Medienstation „3D-Molekül“. Über einen 3d-Monitor werden räumlich anmutende Modelle eines Antikörpers erklärt, über einen Touchscreen kann navigiert werden. Das Infoterminal wird aufgelockert durch Spiele, in denen ein Atom richtig platziert werden muß oder mithilfe eines Antikörpers Antigene einfangen.
Fremdworte sind „Bänder-„, „Gerüst-„, „Kalotten-„ und „Stäbchenmodell“ nach Besuch dieser Station auf jeden Fall nicht mehr.

Beispielhafte Screenansichten des "3d-Moleküls"

 

 WIE ENTSTEHT EIN MEDIKAMENT?
Am Beispiel der Biotech-Firma Amgen werden die Entwicklungsschritte bis zu einem fertigen Medikament erklärt. Metapher für die Interaktion ist das Bändemodell einer Helixstruktur, da die Biotechnologie mit Gentechnik arbeitet. Auch werden so die spiralförmigen Entwicklungsschritte gut beschrieben.
Über einen Touchscreen können multimediale Filme angewählt werden, die die erforderlichen Schritte wie „Forschung & Entwicklung“, „Klinische Studien“ oder „Zulassung“ allgemeinverständlich und kurzweilig erklären.
 

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